9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. 10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. 11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. 12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. 13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. (Luther 2017)
Gott, der Allmächtige, spricht und es geschieht genau so: ER spricht, dass sich das Wasser an einem Ort sammeln soll, und es geschieht.

Daraus folgen zwei Erkenntnisse: Wenn das Wasser an einem Ort ist, dann ist auch das Trockene (das Land) an einem Ort. Es gab zu Beginn der Schöpfung nur einen Kontinent – das ist auch die Feststellung in der Geologie: Es gab einen Urkontinent, die Geologen nennen ihn Pangäa[i]. Aus diesem ersten Kontinent haben sich die heute sichtbaren Kontinente während und nach der Sintflut gebildet. Diese Idee ist nicht neu und geht auf ein Modell des christlichen Geologen Antonio Snider (1802-1885) zurück, der im Jahr 1858 in seinem Buch „Die Schöpfung und deren Wunder enthüllt“ als erster, noch vor Alfred Wegener, diesen Vorschlag machte[ii]. Er erkannte, dass eine weltumspannende Flut, wie sie zur Zeit Noahs stattfand, auch sehr große geologische Veränderungen mit sich gebracht haben muss.
Dann sehen wir auch, dass Gott alles untertan ist. Nichts kann sich Seinem Wort widersetzen. Das sehen wir auch bei Jesus. Der Jünger Matthäus berichtet, dass er mit Jesus in einem Boot war und ein schwerer Sturm aufkam, der das Boot mit Wasser füllte. Die Jünger weckten Jesus auf, der seelenruhig schlief. Jesus hinterfragte den Glauben der Jünger und befiehlt dann dem Wind und dem Meer – und es folgt tatsächlich „eine große Stille“ (Matthäus 8:23-27; Markus 4: 35-41; Lukas 8: 22-25). Die Jünger fragen sich erstaunt: „Wer ist dieser, dass er dem Wind und dem Wasser gebietet und sie sind ihm gehorsam?“ – ihnen wurde klar, dass Jesus nicht nur ein Prophet sein konnte. Er musste tatsächlich der angekündigte Messias sein, den nur Gott selbst kann die Wunder tun, die sie bei Jesus sahen.
Aus dem Schöpfungsbericht wissen wir, dass der allmächtige Schöpfer nur durch sein Wort diese Erde schuf und in den Berichten über Jesus‘ Leben erfahren wir, dass der Schöpfer in Jesus auf diese Erde kam, um für uns am Kreuz zu sterben.
Dafür danken wir Ihm und beten Ihn, Jesus an.
[i] Geologen vermuten, dass es zuvor zwei weitere Urkontinente, Pannotia und davor Rodinia, gab.
[ii] Antonio Snider-Pellegrini: La Création es ses mystères dévoilé. Paris 1858. S. 314f (Kapitel 30 – Nachweis der Formation Amerikas) (https://books.google.de/books?id=8NxWUiDuZJcC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false)
