Perfekte Umgebung

Die Colorado Rockies schauen auf alle anderen MLB-Teams herab, einfach deshalb, weil sie im höchstgelegenen Ballpark der MLB auf fast 1585m spielen. Die Geschichte der Rockies beginnt im Jahr 1993 und von Beginn an war klar, dass die dünne Luft in Denver das Spiel beeinflussen würde. Schnell wurden die Rockies aufgrund der vielen Home Runs in Denver als die „Blake Street Bombers“ bekannt[i]. Ursache dafür war, dass durch die dünne Luft in dieser Höhe auch die Luftfeuchtigkeit geringer ist, dadurch die Bälle trockener waren und so die Pitcher keinen richtigen Halt für „angedrehte Bälle“ (Curveball, Slider, Changeup, …) am Ball fanden. Das half natürlich nicht nur den Rockies, sondern auch dem Gegner und seit dem Jahr 2002 bewahren die Rockies ihre Spielbälle in einer „Umweltaufbewahrungskammer“ (environmental storage chamber), ein umständliches Wort für „Luftbefeuchter“, auf. Die Bälle lagern nun bei 21°C und einer Luftfeuchtigkeit von 65%. Der Effekt wurde schnell deutlich: Gab es bis 2002 im Durchschnitt etwa 270 Home Runs in der Saison, fiel diese Zahl auf unter 200 nach Einführung des Luftbefeuchters[ii]. Offensichtlich hat die umgebende Luft einen wichtigen Einfluss auf die Bälle.

So auch beim Thermometerhuhn, dass sein Gelege in ein ganz spezielles Nest legt, das besser als ein Brutkasten funktioniert. Das Überleben der ungeschlüpften Küken hängt davon ab, dass die Eltern es schaffen eine optimale Umgebung bei einer Temperatur zwischen 29°C und 33°C und 99,5% Luftfeuchtigkeit für das Gelege zu schaffen. Thermometerhühner brüten ihre Küken nicht selbst aus, sondern ab April graben die Eltern eine bis zu 4m breite und einen 1m tiefe Grube, die sie mit Ästen, Laub, Rinde, Grass und anderem organischem Material füllen. Nach dem ersten Winterregen deckt der Hahn dann das Nest mit Sand ab. Die feuchten organischen Stoffe unter dem Sand beginnen zu verrotten und erzeugen Wärme. Dann gräbt der Hahn eine Eikammer und schichtet darüber einen Bruthügel mit Sand und Erde auf. Dieser kann bis zu 1,5m hoch und 4,5m breit werden. Mit einem Temperaturorgan im Schnabel überwacht der Hahn die Temperatur im Bruthügel. Wird es zu heiß, gräbt er kleine Öffnungen in den Sand, damit die Wärme entweichen kann. Wird es im Sommer zu heiß, packt er mehr Sand auf den Hügel, um eine bessere Isolation gegen die Sonnenstrahlen zu schaffen. Immer wieder misst er dabei die Temperatur mit seinem Schnabel[iii].

Beinahe jeden Tag legt die Henne ein Ei, das etwa 10% ihres Körpergewichts hat[iv]. Das Gelege wird dabei über einen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten etwa 15 – 30 Eier groß. Der Hahn ist dabei immerwährend damit beschäftigt, den gelegten Eiern die perfekte Brutumgebung zu schaffen.

Die Eier sind wahre Überlebenskapseln. Tausende kegelförmige Poren erlauben den Küken das Atmen. Das dünne Ende zeigt aus einem einfachen Grund nach innen: wird der Sauerstoff im Inneren des Eis zu knapp, kratzt das Küken an der Schale und dadurch wird der Durchmesser des Kegels größer und das Küken erhält wieder mehr Luft.

Die Küken schlüpfen in einem Zeitraum zwischen 50 und 96 Tagen nach der Eiablage. Danach gräbt sich das Küken auf dem Rücken liegend an die Oberfläche. Es gräbt zwischen fünf bis zehn Minuten und ruht sich dann für etwa eine Stunde aus. Den Weg an die Oberfläche schafft das Küken dabei in einer Zeit zwischen zwei und 15 Stunden. Danach erhält es keinerlei Hilfe von seinen Eltern. Es versteckt sich im umliegenden Gebüsch und erholt sich dort. Da es komplett gefiedert schlüpft, ist das Küken nach 24 Stunden flugfähig. Auch ohne die Hilfe durch die Eltern wissen die Tiere nach ihrer Geschlechtsreife, wie sie selbst ein Nest mit der perfekten Umgebung für ihren Nachwuchs bauen können.

HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. […] Die Herrlichkeit des HERRN bleibe ewiglich, der HERR freue sich seiner Werke! Psalm 104: 24 + 31

Biologen, die von einer Evolution ausgehen, haben große Schwierigkeiten eine plausible Erklärung dafür zu finden, wie sich ein „Biothermometer der Extraklasse (Harry Frith) entwickelt haben sollte, warum die Löcher im Ei kegelförmig wurden und woher die Tiere wissen, wie das perfekte Nest für das Gelege gebaut wird, ohne dass dabei die Küken durch die Evolution erst wenig entwickelter Stufen sterben (und die Evolution damit beenden).

Die Erklärung für Biologen, die Gottes Wort vertrauen ist sehr einfach und plausibel: Gott, der Schöpfer hat alles „sehr gut“ (1 Mose 1:31) geschaffen und den Tieren von Beginn ihrer Schöpfung an ihre überlebensnotwenigen Organe und Fähigkeiten mitgegeben.  Er schuf sie nach „ihrer Art“ und der genetischen Vielfalt, um die Erde auf unterschiedlichste Weise zu bevölkern (1 Mose 1: 20-23).

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen. Offenbarung 4:11


[i] Die Adresse von Coors Field ist 2001 Blake Street, Denver, CO 80205, USA. Die ersten zwei Seasons spielten die Rockies noch im Mile High Stadium (1993-1994).

[ii] Quelle: Howard Penn, Did Humidifying the Baseball Decrease the Number of Homers at Coors Field?, 2009. Es gibt weitere Studien, die dafür argumentieren, dass der Luftbefeuchter nicht der einzige Grund sein muss, dass die Home Runs abnahmen. Gründe könnten besseres Pitching sein, schlechtere Batter oder auch, dass um diese Zeit Spieler mit Dopingvergangenheit ihre Karriere beendeten. Darüber wurden schon ganze Bücher geschrieben und soll nicht Inhalt dieses Artikels sein.

[iii] In einem interessanten Versuch mit einem Heizstab und einem Thermometer zeigte der Forscher Harry Frith im Jahr 1950, dass der Hahn mit seinem Wärmesensor im Schnabel auch die künstliche Beeinflussung der Temperatur erkannte und die Temperatur immer wieder auf die erforderlichen 33°C regeln konnte. Harry Frith nannte den Schnabelsensor des Hahns ein „Biothermometer der Extraklasse“, der selbst Temperaturunterschiede von nur einem halben Grad erkennen konnte. (www.tierwelt.ch/artikel/wildtiere/das-thermometer-im-schnabel-406361)

[iv] Ein Hühnerei hat etwa 1,5% des Gewichts der Henne. Das Thermometerhuhn legt ungewöhnlich große Eier.