19. April 2024
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste (רָקִ֖יעַ – |raqia|) zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 7 Da machte (יַּ֣עַשׂ) Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. 8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag. (Luther 2017)
Nach dem Gott das Licht gemacht hatte, machte er Platz. Er „breitete die Himmel aus“ (Hiob 9:8). Wie er da macht, wird auch berichtet: ER trennte das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Gott schuf einen Raum, in dem er an den folgenden Tagen weiterarbeiten konnte.

Der Himmel ist noch leer. Es ist ein riesiger Raum oberhalb der Erdatmosphäre. Im Hebräischen wird das Wort |raqia| verwendet. Es bezeichnet die Himmel: Den Bereich, den später die fliegenden Tiere bevölkern werden, dann die Atmosphäre und darüber der Weltraum. Aber noch ist alles leer. Gott wird diesen Raum noch füllen. Interessant ist dabei die Frage: Wo befindet sich hier die Erde? In Hiob 26:7 wird viele Jahre später festgehalten, dass Gott die Erde „über das Nichts“ hängt – genau das, was wir auch heute sehen – die Erde befindet sich im leeren Weltraum. Einzig die Gravitationskräfte lassen die Erde ihre Position halten[i]. Damals gab es noch keine Himmelskörper, nur die von Wasser bedeckte Erde und das Wasser über der |raqia|.
Gott sagt uns hier, dass er das Wasser geschaffen hat, und dass er diesen Wassern Befehle erteilen kann. Durch die Teilung der Wasser hat Gott auch Raum geschaffen – der Himmel, die Atmosphäre und der Weltraum sind von Gott geschaffen. Ihnen wohnt nichts Mystisches bei, auch haben sie keine besonderen Kräfte. Gott hat sie geschaffen und geordnet. Und noch etwas lernen wir – über das, was wir erforschen können, gibt es noch eine Welt, die wir Menschen nicht durch unser Wissen und Erforschen begreifen können: Die unsichtbare Welt Gottes.
Gottes unsichtbare Welt existierte schon vor der Schöpfung – das was wir sehen und erforschen können, ist eine Welt für uns Menschen, in der wir Gott begegnen können. Dies zeigt sich bei der Erschaffung des Menschen am sechsten Tag: Gott möchte uns begegnen.
Etwa 4000 Jahre nach der Trennung der Wasser begegnete Jesus einer Frau an einem Brunnen (Johannes 4). Jesus bittet die Frau um Wasser und sie wundert sich, dass Jesus mit ihr spricht. Daraufhin sagt Jesus der Frau, dass er ihr Wasser geben kann, das ihr ewiges Leben garantiert. Selbstverständlich möchte die Frau von Jesus‘ Wasser trinken, doch Jesus zeigt ihr, dass Menschen nur dann von Seinem Wasser trinken können, wenn sie ihre Sünden bekennen und sich davon abwenden. Im Gespräch mit Jesus erkennt die Frau ihre Sünden und möchte ihren Retter („den Christus“ (Johannes 4:26)) kennen lernen. Jesus hat darauf eine einfache Antwort: „Ich bin’s, der mit dir redet.“ (Johannes 4:27) Mit dieser einfachen Antwort erkennt die Frau, dass Jesus ihr Retter ist und erzählt ihren Mitmenschen im Dorf, dass sie Jesus, den Christus kennengelernt hat und lädt sie ein Jesus kennen zu lernen. Nach nur zwei Tagen mit Jesus kommen die Dorfbewohner zum gleichen Ergebnis wie die Frau: „Dieser ist wahrlich der Welt Heiland.“ Wir hoffen, dass alle, die in der Bibel oder während einer BibleTime Jesus begegnen, eines Tages auch von Jesus‘ lebendigem Wasser trinken und sagen: „Ja, dieser Jesus ist mein Heiland!“
[i] Und dabei ist alles immer in Bewegung. Der Weltraum dehnt sich aus und so bewegen sich die Galaxien durch den Weltraum. Die Galaxien selbst rotieren um ihr Zentrum und damit auch unser Sonnensystem, das selbst wieder aus Himmelskörpern besteht, die sich um die Sonne drehen. Und alle diese Bewegungen kann man berechnen und festhalten, nichts dabei ist zufällig.
