Das Leben sollte nicht so sein!

„Es ist verrückt wie sehr unsere Arbeit unser Leben diktiert, das Leben sollte nicht so sein“ – so der Untertitel unter einem tictoc[i], das sich mit der „work-life-balance“ des Lebens auseinandersetzt. Auch in Deutschland gibt es inzwischen virale tictocs oder yt-videos von Mitte Zwanzigjährigen, die sich damit auseinandersetzen, dass neben der Arbeit kaum Zeit für das Leben bleibt. Eine Kolumne auf t-online.de stellte dazu die Frage: „Gen Z – jung, faul, überfordert?“[ii]

Eine provozierende Frage, sicher. Und die Videos machen nachdenklich, wie Gen Z Leben und Arbeit sieht. Viele junge Menschen fragen sich, wo bei einer 40-Stunden Woche noch Zeit für Freizeitbeschäftigungen bleibt, die einem Freude bereiten.

Der Untertitel des tictocs der jungen Frau ist absolut richtig – das Leben sollte nicht so sein, Arbeit sollte nicht unser Leben diktieren. Woher wissen wir das?

In Gottes Wort, der Bibel, wird berichtet, dass zu Beginn der Schöpfung „alles sehr gut war“ (1 Mose 1:31) – trotz dem Auftrag des Schöpfers, die Schöpfung zu „bebauen und zu bewahren“ (1 Mose 2:15). Arbeit war zuerst sehr gut – abhängig vom Schöpfer und zu Seiner Ehre (Römer 11:36).

Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Römer 11: 36

Doch dann aßen Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis – kein besonderer Baum, nur gab es das Gebot vom Schöpfer nicht von diesem Baum zu essen. Solange sie nicht von seinen Früchten aßen war alles gut. Wird eine Regel gebrochen, ist das zumindest eine Verfehlung; der gute Gott, unser Schöpfer nennt es Böse. Wir kennen das aus dem Alltag: Solange wir uns an alle Regeln und Gesetze halten, ist alles gut. Brechen wir eine Regel oder ein Gesetz erkennen wir, dass die Regel gut ist und wir etwas Böses getan haben. Durch ihren Fehltritt, den Biss in die Frucht, erkannten Adam und Eva was Böse ist. Da sie das Gebot übertraten, waren sie nun nicht mehr gut. So konnten die beiden nicht mehr mit dem perfekten, guten Gott zusammen sein und wurden aus seiner Gemeinschaft gewiesen.

Als Strafe verfluchte Gott, der Schöpfer, den bisher perfekten Boden und damit wurde die Arbeit eine Last. Unter „Mühsal“ und „im Schweiße deines Angesichts“ (1 Mose 3: 17-19) müssen wir Menschen seither unsere Arbeit tun.

Viele Jahrhunderte hat das Wort Gottes das Denken der Menschen in Europa und Deutschland geprägt, auch wenn nur wenige Menschen Jesus nachgefolgt sind. Seit etwa 50 Jahren verliert das Wort Gottes jedoch immer mehr Einfluss auf das Denken der Menschen und sie fragen nicht, was Gottes Wort zu einem Thema sagt, sondern suchen ihre Antworten bei Menschen und deren Ideologien. So erhalten die Ideologien der Menschen mehr Einfluss als Gottes Wort.

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Da wir alle als Ebenbilder Gottes geschaffen sind (1 Mose 1:27), erkennen wir instinktiv die Wahrheit Gottes, und suchen in unserem Leben das, was durch den Sündenfall verloren ging, wieder zu finden. Dazu gehört unter anderem, dass wir alle den perfekten Schöpfungszustand erleben und ohne Mühe und Schweiß an der Arbeit sein und dabei Freude erfahren wollen.

Die junge Generation darf die Wahrheit wissen: Ihr habt Recht, das Leben sollte nicht so schwer sein. Gott der Schöpfer, hat dies anders geschaffen – nur, die menschliche Überheblichkeit, der Wunsch zu sein wie Gott (1 Mose 3:4-6), hat dies zerstört.

Die Wahrheit ist auch, dass wir in Jesus Christus wieder diesen Urzustand erleben können: Arbeite ich nicht nur für meine Bedürfnisse und eigensüchtigen Wünsche, sondern zur Ehre Gottes (1 Korinther 10:31), dann wird auch Arbeit wieder zur Freude.

Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.

1 Korinther 10:31

Die Frage ist, wem wir nachfolgen: Menschlichen Ideologien und Programmen, die Arbeitserleichterungen versprechen, aber selten frohe Arbeiter schaffen. Oder vertrauen wir auf die Wahrheit des Wortes Gottes, dass Arbeit in der Regel immer auch eine Last sein wird, aber im Blick auf Jesus Christus froh und freudig geleistet werden kann. Junge Menschen stellen fest, dass in ihrem Leben etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Unsere Aufgabe ist es sie darauf hinzuweisen, dass Jesus Teil ihres (Arbeits-) Lebens sein möchte, um das zu reparieren, was kaputt gegangen ist und sie Freude im (Arbeits-) Leben empfinden.

Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Dient dem Herrn Christus!

Kolosser 3: 23-24

[i] https://www.tiktok.com/@jareenimam/video/7234307280416836910

[ii] https://www.t-online.de/nachrichten/tagesanbruch/id_100283780/generation-z-ist-die-jugend-zu-faul-zum-arbeiten-podcast-.html?paper_logout=