„Schaffa isch an Arbed!“ – dieser kurze schwäbische Satz ist eine Erinnerung an einen meinen Meister. Er sagte diesen öfters, wenn einer der Auszubildenden stöhnte, wenn ihm die zugewiesene Arbeit nicht zusagte. Obwohl uns Arbeit offensichtlich nicht immer leichtfällt, feiert man rund um die Welt einen Tag der Arbeit. In Deutschland im Mai, in den USA ist der erste Montag im September Labor Day, der mit Grillpartys und Umzügen, auch als das offizielle Ende des Sommers, gefeiert wird.

Der Tag der Arbeit hat seinen Ursprung in der Gewerkschaftsbewegung, die sich nach Beginn der industriellen Revolution[i] gründete, da die Arbeitsbedingungen in großen Betrieben durch viele Arbeitsstunden und vermeidbare Gefahren nicht gesund waren. Auch mussten junge Kinder oft etwa 14 Stunden am Tag arbeiten und hatten so keine Chance auf Bildung. Arbeiter waren aufgrund der mangelnden Bildung abhängig vom Arbeitgeber, der genügend Personen fand, die zu den gleichen Bedingungen für ihn arbeiten würden. Deshalb gründeten sich Gewerkschaften, um bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt einzufordern. Der erste „Tag der Arbeit“ fand am 14. April 1872 in Toronto, Canada statt, bei dem zehntausend Arbeiter auf die Straße gingen um für bessere Arbeitsbedingungen zu streiken. 1886 kam es am 3./4. Mai in Chicago bei einem ähnlichen Streik zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, bei denen Arbeiter und Polizisten starben. Zum Gedenken an die Opfer wurde etwa ein Jahr später auf dem Zweiten Internationalen Arbeiterkongress in Paris am ersten Mai zu internationalen Demonstrationen aufgerufen. So kam es, dass der 1. Mai in Deutschland seit 1890 als „Tag der Arbeit“ begangen wird[ii].
ATHLETEN MIT JESUS
Unvergängliche Freude
„Der einzige Weg zu unvergänglicher Freude ist, sich im HERRN zu freuen […]“ dies war Grace Lyons, Infielder der Oklahoma Sooners, und dreifache Gewinnerin der Women’s College World Series (2021-2023) Antwort auf die Frage…
Viele Menschen denken bei Arbeit an Mühe und Schweiß. Wenige sehen es zuerst als Segen. Arbeit macht müde und erschöpft und viele müssen arbeiten, um sich ernähren zu können, Unterkunft zu haben oder sich Annehmlichkeiten leisten zu können. Doch was sagt Gott in seinem Wort über Arbeit?
Studieren wir die ersten Seiten in Gottes Wort genau, stellen wir fest, das Arbeit kein Fluch ist; gleich nachdem Gott Adam und Eva in seinem Bild als Mann und Frau geschaffen hatte (1 Mose 1:27) segnete er sie und gebot Ihnen, dass sie sich die Erde untertan machen ( 1 Mose 1:28) – das war der Auftrag zu arbeiten. Etwas klarer wird dies in 1 Mose 2:15 erklärt: Dort gebietet Gott Adam und Eva den Garten, den er für sie gepflanzt hat, zu bebauen und zu bewahren. Wie Gott Arbeit bewertet sehen wir dann am Ende dieses Schöpfungstages: „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war alles sehr gut“ (Hervorhebung des Autors).
Arbeit war in den Augen unseres Schöpfers sehr gut.
Nicht sehr oft denkt man beim Arbeiten, dass es „sehr gut“ ist – Zeitdruck beim Projekt, außergewöhnliche Kundenwünsche und, besonders im Sommer, ein heißer Arbeitsplatz, lassen einen den Feierabend herbeisehnen. Auch den Grund dafür finden wir in Gottes Wort. Nachdem Adam und Eva Gottes gutes Gebot verworfen hatten und trotz Warnung die Frucht vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten, kam der Tod und das Leiden in Gottes sehr gute Schöpfung. Anstelle von Adam und Eva starben Tiere, mit deren Blut Gott die Schuld von Adam und Eva bedeckte[iii].
Doch folgte auf Adam und Evas Sünde auch Strafe: Gott verfluchte den Boden ( 1 Mose 3:17-19) und aufgrund dessen essen wir unser Brot „im Schweiße unseres Angesichts“. Arbeit war nicht mehr länger eine Freude und leicht, eine freudige Art, unseren Schöpfer zu loben. Arbeit wurde schwer, der Schweiß ein Zeichen dafür, dass wir in einer der Sünde verfallenen Welt leben.
Das Leben sollte nicht so sein!
„Es ist verrückt wie sehr unsere Arbeit unser Leben diktiert, das Leben sollte nicht so sein“ – so der Untertitel unter einem tictoc[i], das sich mit der „work-life-balance“ des Lebens auseinandersetzt. Auch in Deutschland…
Trotzdem sollen wir arbeiten, immer wieder werden wir in Gottes Wort darauf hingewiesen, dass uns Arbeit etwas lehren kann: „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise!“ (Sprüche 6:6) oder „Wer lässig ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des Verderbers.“ (Sprüche 18:9). Dieser Satz ist gefolgt von „Der Name des HERRN ist eine feste Burg; der Gerechte läuft dorthin und wird beschirmt.“
Im Kolosserbrief finden wir dazu eine Erklärung:
„Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Dient dem Herrn Christus!“
Kolosser 3:23-24
Wenn wir unsere Arbeit als Dienst an Jesus sehen, können wir etwas von dem erahnen, wie Gott ursprünglich Arbeit dachte: Als eine Freude und Anbetung Seiner Herrlichkeit. Wenn Menschen ihre Arbeit lieben, Freude dabei empfinden, ist das ein Segen von Gott, und diese Menschen können, wenn Sie sich dafür öffnen, etwas von dem erleben, was in Gottes sehr guter Schöpfung vor der Ausweisung aus dem Paradies, Alltag war: Arbeit in Gemeinschaft mit Gott ist pure Freude.
Jesus selbst sagt uns:
„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
Matthäus 11: 28-30
Arbeit ist ein Geschenk Gottes, dass in unserer von Gott gefallenen Welt mühselig und schweißtreibend ist. Legen wir die Mühe unserer Arbeit vor Jesus nieder, werden wir in unserer Arbeit Ruhe und Frieden finden. Wir dürfen Danke sagen für die zurückliegende Urlaubs- und Ferienzeit und im Blick auf Jesus voller Freude voraus auf die vor uns liegende Schul- und Arbeitszeit schauen: Mit Jesus können wir gelassen und in Ruhe mit unserer Arbeit beginnen.
[i] Beginn etwa 1760, beschleunigte sich ab 1800 zuerst in England, dann Westeuropa und den USA. Die landwirtschaftlich geprägte und selbstversorgenden Gesellschaft wandelte sich zu einer Gesellschaft, in der abhängige Arbeit, oft in großen Industriebetrieben, durch Geld entlohnt wurde.
[ii] https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Tag-der-Arbeit-Von-blutigen-Streiks-zum-Feiertag-am-1-Mai,tagderarbeit134.html
[iii] Auch buchstäblich bedeckte – die Felle bedeckten die Körper der beiden, und bedeckte somit ihre Scham (1 Mose 3: 7-8)
