Gottes Sorge für das Baseballfeld

Im Dugout streift sich der Spieler seine Handschuhe über die Finger, setzt sich seinen Helm auf den Kopf, zieht seinen Schläger aus dem Fach und geht die Stufen hoch zum Spielfeld um sich einzuschwingen. Wenn die Batters Box frei ist, nimmt er seine Position ein, gräbt seinen hinteren Fuß in den roten Belag und schaut auf den Pitcher. In diesem spannenden Moment denkt keiner im Stadion daran, dass der rote Belag ein gottgegebenes Geschenk ist, das bei jedem Spiel mit den Füßen getreten wird: der Tennenbelag. Doch was hat uns Baseballern Gott hier geschenkt?

Der rote Tennenbelag, oder auch Ziegelmehl bestehen aus Ton. Ton ist ein ganz besonderes Naturmaterial, das, anders als Erde oder Boden, nicht zerbröselt, wenn sie trocknen und anschließend angefasst werden. Gott hat Ton so geschaffen, dass er plastisch ist und modelliert werden kann. Ton besteht aus feinkörnigem Boden, der Tonmineralien (wasserhaltige Natrium-Aluminium-Silikate) enthält. Nasser Ton bleibt plastisch, trocknet er aus wird er fest und kann dann auch gebrannt werden. Den Spielfeldbelag beim Baseball wässert man regelmäßig, damit er trocknen und wieder aushärten kann. Reiner Ton ist weiß oder gräulich, die rote Farbe beim Baseballfeld kommt von Eisenoxiden (Rost), die im Ton enthalten sind.

Die ersten Tonwaren werden im Jungpaläolithikum[i] gefunden, das im biblischen Weltbild mit dem Ende der Flut von Noah und der darauffolgenden Eiszeit zusammenfällt. Wird der getrocknete Ton noch gebrannt, wird er durch eine chemische Reaktion zu Keramik[ii] – ein äußerst hartes, hitzebeständiges und wasserfestes Material. Ton kann in fast alles geformt werden; von Töpfen über Waschbecken zu Hüftprothesen.

In der Küche ersetzen keramische Überzüge die meist gesundheitsgefährdenden synthetischen Antihaftbeschichtungen, dazu ist Keramik bakterienabweisend und eignet sich deshalb besonders gut für das Badezimmer und die Toilette.

In der Industrie und im Automobilbau wird Keramik zur Isolation von elektrischen Leitungen (z.B. bei Zündkerzen) genutzt. In Verbindung mit Karbon wird Keramik zu Bremsscheiben gebrannt, die hitzebeständiger sind als herkömmliche Bremsscheiben und den Bremsweg verkürzen[iii]. Aufgrund dieser Hitzebeständigkeit wird Keramik in der Raumfahrt verwendet: als Hitzekacheln schützen diese die Raumfahrer vor dem Verbrennen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Dank seiner Härte findet Keramik auch beim Personenschutz eine Verwendung. Sie ist leicht und gleichzeitig sehr hart und wird deshalb in kugelsichere Schutzwesten eingenäht, die auch Kugeln von Scharfschützengewehren aufhalten.

In der Medizin wird Keramik gerne für Hüftprothesen verwendet, da sie sich leicht mit Knochenmaterial und Gewebe verbindet ohne, dass der Körper eine Entzündungs- oder Abwehrreaktion auslöst.

Es ist kein Zufall, dass unser Schöpfer, der uns aus Erde formte (1 Mose 2:7), uns mit Ton ein Material an die Hand gab, mit dem wir Seine Kreativität in vielen verschiedenen Bereichen des Lebens widerspiegeln können. Überall auf dieser Erde hat Gott viele Variationen dieser billigen Allzweckressource verteilt, damit die Bedürfnisse eines jeden – von Kind bis Künstler – zufriedengestellt werden. Es zeigt die Genialität unseres Schöpfers, dass er uns eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten entdecken lässt, die nur wenige Elemente und relativ einfache Herstellungsprozesse benötigen.

Wer beim nächsten Baseballspiel wieder einmal sieht, wie der Batter seinen hinteren Fuß in den roten Sand stemmt, darf sich daran erinnern, dass unser Schöpfer, Jesus Christus, schon bei der Schöpfung daran dachte und sich darüber freute, dass sein geniales Material Ton auch beim Baseball eine Verwendung finden wird – auch, wenn dort sein Geschenk buchstäblich mit Füßen getreten wird.


[i] Das Jungpaläolithikum ist die oberste Schicht des Pleistozän, das bis vor etwa 100 Jahren noch Diluvium genannt wurde. Diluvium (Überschwemmung) deshalb, da bis zu dieser Zeit die Schichten des Pleistozän der Flut zur Zeit Noahs zugerechnet wurden. In der säkularen Zeitrechnung umfasst das Jungpaläolithikum die Zeit von vor rund 45 000 Jahren bis 11 700 Jahren (Ende der Eiszeit). Im biblischen Weltbild liegt die Eiszeit am Ende der Flut von Noah, dauerte etwa 500-700 Jahre (Oard, M: Frozen in Time. Master Books, 2004) und endete somit etwa 2000 – 1800 v.Chr.

[ii] Beim Brennen (900°C – 1800°C) geschieht ähnliches wie beim herstellen von Glas: Die Tonmasse (Silkate) sintert, das heißt, sie wird zuerst weich und glasig und dann hart und dicht.

[iii] Aufgrund hoher Herstellungskosten werden diese Bauteile vorerst nur in Sportwagen verbaut.