„Du kannst Dir wünschen, was du willst.“ – Macht ein Mensch dieses Angebot, sind der Erfüllung des Wunsches Grenzen gesetzt. Ganz anders, wenn der lebendige Gott, unser Schöpfer, dieses Angebot ausspricht: Alles ist möglich, keinerlei Einschränkungen! In der Bibel lesen wir in 1 Könige 3: 1-15, dass diese Situation für einen Menschen zur Realität wurde: Der junge König Salomo hatte bei Gott, dem Schöpfer, einen Wunsch frei. Pastorin CBs zeigt uns, dass das Herz einen entscheidenden Einfluss auf den Wunsch hat.
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Predigt zu 1 Könige 3: 1-15
Stellt euch mal vor, ihr hättet einen Wunsch frei, was wäre das? Für viele von uns, die unter Krankheit leiden oder Menschen kennen, die unter schweren Krankheiten leiden, wäre es sicher der Wunsch nach Gesundheit. Für manche sicher der Wunsch nach Reichtum oder einem langen Leben, der Wunsch, dass die Kinder glücklich sind…Stellt euch mal vor, Gott fragt euch, was ihr euch von ihm wünscht, ihr habt einen Wunsch frei. Was wäre das? Es gab einen Menschen, dem tatsächlich diese Frage von Gott gestellt worden ist. Keine Überraschung mehr – wir haben in der Schriftlesung schon den Predigttext für heute gehört.
Gott fordert Salomo auf: Sprich aus, was ich dir geben soll! Das ist ja fast wie im Märchen, wie ein Traum. Und es war ja auch ein Traum, so wird das ja auch berichtet, aber die weiteren Geschichten über Salomo zeigen, dass Gott ihm wahrhaftig im Traum erschienen ist und sein Wunsch erfüllt wurde, denn Salomo wird in seinem Leben weltweit Ruhm und den Ruf des weisesten Menschen überhaupt haben. Von überall werden Könige und Herrscher zu ihm nach Jerusalem kommen, um mit ihm zu sprechen und seine Weisheit hören zu können. Die berühmte Königin von Saba ist eine davon.Wie kommt denn bitte ein so junger Mann, gerade mal 20 Jahre alt, knapp dem Teenageralter entronnen, frisch auf den Thron seines Vaters geklettert, wie kommt ein solcher Kerl dazu, Gottes Aufforderung so zu beantworten, wie er es getan hat. Ihr Konfis, hättet ihr so geantwortet? Hätten wir so geantwortet wie Salomo? Das Spannende ist ja, dass Gott sich über diese Antwort so sehr freut. Salomo hat sich genau richtig entschieden. Er hätte sich alles Mögliche wünschen können, aber er hat das Allerbeste, das Allerfeinste vom feinsten, das allerwichtigste von Gott erbeten. Er wünscht sich nicht das Ende aller Kriege auf der Welt oder etwas ähnlich Gutes.Er wünscht sich ein hörendes Herz für seine Aufgabe. Ein Herz, das unterscheiden kann zwischen gut und böse, so sagt er weiter. Salomo weiß, dass das Böse in dieser Welt, letztenendes alles, aus dem Herzen des Menschen entspringt. Er hat die Konsequenzen der Sünde in seiner Familie selbst miterlebt. Was der Ehebruch und der Mord Davids alles angerichtet hat. Gott hatte David seine Sünde vergeben, er vergibt auch uns unsere Schuld, aber die Konsequenzen sind oft noch lange zu sehen und leider auch zu tragen oder zu ertragen, manchmal auch bis in die nächsten Generationen hinein. So war das auch bei David. Mord und Totschlag in der eigenen Familie, Hass und Neid, Begierde und Geltungssucht. So viel Böses in den Herzen der Menschen damals und heute. Und nun wünscht sich Salomo ein Herz, das auf Gott hört, damit er sein Volk gerecht richtet.Was bedeutet das denn, ein hörendes Herz?
Ein Herz, das auf Gott hört? Gott ist Salomo zwar im Traum erschienen, aber in der Regel spricht Gott nicht durch Träume nur in Ausnahmen. In Jeremia 23,25ff. sind es die Träume der falschen Propheten, die Gott verärgern und er verweist stattdessen auf sein Wort, das wie Feuer und ein Hammer ist. Gott spricht durch sein Wort mit uns und das ist die Bibel, es war schon immer so und es wird auch immer so bleiben und Gott hat durch seinen Geist dafür gesorgt, dass alles, was jeder von uns persönlich in seinem Leben an Rat und Ermahnung, Ermutigung und Freude braucht auch mit drin ist. Erinnert Euch nur an den Bibelraucher, der Gott fragt: Ich will es jetzt wissen – wie war es bei meiner Geburt, stimmt das, was man mir gesagt hat? Und dann schlägt er die Bibel auf und liest: Bei deiner Geburt war es so… im Hesekielbuch. Bei allem, was Jesus sagte, hat er auch schon an uns gesagt, er wusste, wann und wo und bei wem sein Wort wie wirken würde und sorgt heute noch dafür. Und Salomo kannte Gottes Wort, David hatte ihm das Gesetz des Mose gelehrt, es lag in schriftlicher Form vor. Unter anderem enthält das Gesetz des Mose das sogenannte Königsgesetz aus 5.Mose 17,14-20 [Luth 84]: Hier legt Gott auch wieder lang im Voraus – noch in der Wüste – fest, was ein zukünftiger König zu beachten hat. Salomo kannte dieses Gesetz. Vielleicht hat ihn dieses Gesetz auch zu seinem Wunsch inspiriert würde man heute sagen. Denn hier heißt es zweimal, dass der König aufpassen soll – auf sein Herz! Zum einen in Vers 17, dass sein Herz nicht von zu vielen Frauen abgewandt werde und zum anderen, dass sein Herz sich nicht über seine Brüder erheben soll und nicht vom Gebot abweichen soll. Und um das zu verhindern, soll der König darin lesen sein Leben lang, nachdem er eine Abschrift davon hat machen lassen, damit er seinen Gott fürchten lernt und alle Gesetze hält. Gott will also offensichtlich mit diesem Gesetz für Israels Könige das Herz des Königs bewahren, vom Glauben an ihn abzufallen. (So sind Gottes Gebote übrigens immer Schutzmaßnahmen, damit es uns besser geht.) Leider können wir in den Könige-Büchern und parallel auch in der Chronik verfolgen, dass Salomo genau das tut, was in diesem Gesetz als unklug und verboten aufgeführt wird. Damit beginnt unser Kapitel ja, dass er die Tochter des Pharaos heiratet. In Vers 16 des Königsgesetzes heißt es, dass der König sich nicht zu viele Pferde halten und schon gar nicht, um sie anzuschaffen, nach Ägypten reisen soll, doch genau das tut er. Der König soll sich nicht viele Frauen nehmen, um durch sie nicht vom Glauben weggeführt zu werden, doch genau das tut Salomo. Man muss fast vermuten, dass er, selbst wenn er eine Abschrift von diesem Gesetz hat anfertigen lassen, sie nicht stets bei sich hatte und auch nicht sein Leben lang täglich darin las, denn sonst müsste ihm das ja aufgefallen sein. Das Hören ist das eine, das tun das andere.
Ein hörendes HerzDeshalb heißt es in der Lutherübersetzung übrigens „ein gehorsames Herz“ und in anderen Übersetzungen – z.B. bei Euch Konfis in der NeÜ „hörendes Herz“. Ist das schon jemandem aufgefallen? Das ist dasselbe Wort im Hebräischen, das in unterschiedlichen Konjugationsstämmen mehrere Bedeutungen umfasst: Hören – gehorchen – verkündigen – das gehört zusammen, ist das nicht interessant? Hören, gehorchen, verkündigen! Täglich in Gottes Gesetz zu lesen, um seinen Willen zu erkennen und zu befolgen, das erwartete Gott von Israels Königen. Wir haben es im Wochenspruch (Lukas 12,48) gehört: Wem viel anvertraut ist, von dem wird man viel fordern. Den Königen ist viel anvertraut: Gottes eigenes Volk sollen sie regieren, aber Gott erwartet von ihnen, dass sie es in Gottesfurcht tun, im Aufsehen auf ihn, nach seinem Willen fragen und nicht nach eigenem Willen handeln.Und das gilt jetzt im übertragenen Sinn nicht nur für Leiter in christlichen Kreisen oder Gemeinden.Wenn wir davon sprechen, dass wir alle Königskinder sind, dann gilt dieses Gesetz für uns alle. Gott hat uns viel anvertraut, indem er uns den Glauben an ihn, seinen Heiligen Geist geschenkt hat und er erwartet, dass wir nun nach seinem Willen fragen und leben. Das Hören und das Ge-Horchen gehören zusammen. Und das ist etwas ganz anderes als das, was wir in jeder Schnulze und in jedem Film hören: Folge deinem Herzen, hör auf dein Bauchgefühl, auch wenn dein Verstand was anderes sagt, man sieht nur mit dem Herzen gut usw. Hier prallen zwei Welten aufeinander. Ein Herz, das auf Gott hört und nach seinem Willen fragt ist etwas ganz anderes, als ein Herz wie wir es verstehen heutzutage. Für uns in Deutschland oder in der westlichen Welt überhaupt ist das Herz der Sitz der Gefühle, Herz und Kopf streiten oft miteinander, wenn es um die Liebe geht, z.B. und wenn man den Filmen glauben würde, ist es immer richtig seinem Herzen zu folgen, auf die Gefühle zu hören: Wenn du ein gutes Gefühl dabei hast, dann mach es. So wird man beraten.Aber ist das mit Herz gemeint hier bei Salomo?
Was ist das „Herz“?Im hebräischen steht das Herz für etwas ganz anderes. Das Herz steht für die Mitte des Menschen für das, was ihn ausmacht, seinen Willen, seine Entscheidungen, seinen Verstand. Die Gefühle gehören mit dazu, aber nicht primär. Dafür stehen eher andere Organe. Wenn Salomo um ein Herz bittet, das auf Gott hören kann, dann bedeutet das, dass sein Innerstes, die Mitte seiner Persönlichkeit auf Gott ausgerichtet ist. Wie eine Blume immer in Richtung des Lichtes wächst. Das Zentrum seiner Entscheidungen, das Zentrum all seines Denkens soll Gott selbst sein – erinnert Ihr Euch an den Psalm von vorhin, ein Psalm seines Vaters, den er sicher kannte? Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach [Psalm 63,7]. Salomo wünscht sich, dass Gott sein ganzes Leben bestimmt, wie die Erde um die Sonne kreist, so möchte er mit seinem ganzen Leben, seinem Denken, seiner ganzen Person um Gott kreisen, nach ihm fragen, was er will und sich selbst zurücknehmen. Er soll entscheiden, Gott soll seinen Willen und sein Denken prägen. Und dabei geht es nicht in erster Linie darum, dass man Gott spüren kann, dass man liebliche Gefühle für ihn hegt – das tut den Männern unter uns jetzt vielleicht gut zu hören. Es geht um mehr als um Gefühle. Gefühle kommen und gehen. Das kann man selten beeinflussen. Aber der Wille und der Verstand – das ist eine andere Hausnummer.Aber was heißt denn das konkret? Heute im Jahr 2023 für uns die wir hier sitzen in Hülben in der Kirche?Ein hörendes Herz bedeutet für uns, dass wir unseren Willen und unser Denken dem Willen und Denken Gottes unterordnen. Jesus formuliert das sogar noch krasser und sagt – im Kontext von Ehebruch übrigens [Matth 5,29]: Wenn du durch dein rechtes Auge verführt wirst, dann reiß es aus und wirf es weg! Es ist besser für dich, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du mit unversehrtem Körper in die Hölle kommst. Lieber unter Schmerzen auf etwas verzichten, von dem wir vielleicht meinen, dass wir es unbedingt brauchen oder es unser gutes Recht ist, als Gefahr zu laufen uns von Gott zu entfernen. Das Herz entscheidet, wohin es gehen soll mit meinem Leben.
Das hörende Herz ist das Herz eines echten NachfolgersSich für Gottes Willen auch mal gegen meinen Wunsch und Willen zu entscheiden – das ist echte Nachfolge. Gott will keine Namenschristen, sondern Nachfolger. Das ist ein Unterschied.Nachfolge bedeutet, jeden Tag in Gottes Wort zu lesen und meinen Willen mit seinem abzugleichen – wie das David getan hat [Psalm 139,23f.]: Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz! Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Sieh, ob ein gottloser Weg mich verführt, und leite mich auf dem ewigen Weg! Die zehn Jungfrauen dachten auch alle, dass sie auf dem richtigen Weg sind, aber fünf von ihnen sind nicht angekommen. Sie haben ihren Verstand nicht benutzt, hatten kein Öl mehr dabei und sind nicht ans Ziel gekommen.Salomo wünscht sich genau das richtige, ein Herz, das fähig ist auf Gottes Stimme zu hören. Also dass sein ganzes Leben auf Gott ausgerichtet ist. Aber wie wollen wir Gottes Willen erkennen, wenn wir nicht in seinem Wort lesen? Da kann man lange fragen und in sich spüren und fühlen und das Los werfen und ähnliches. Gottes Willen auch für unser Leben erkennen wir in seinem Wort.Und an uns wiederum kann man erkennen, wie nahe wir seinem Wort sind. An Salomos Handeln kann man sehen, dass er sich nach und nach von Gottes Wort entfernt hat, sein Gesetz nicht jeden Tag gelesen hat. Gottes Willen für sein Leben als König nicht beachtet hat. Das hörende Herz hat zu wenig Nahrung bekommen. Andere Stimmen haben sich dazwischen geschaltet und sind wichtiger geworden. Wir lesen in Kapitel 11 des 1. Könige-Buches, dass die Frauen aus anderen Ländern, Salomos Herz von Gott abgewandten, ja, sein Herz sogar zu anderen Göttern hinwandten, so dass er diese sogar anbetete und ihnen Altäre errichten ließ.Gemeinhin gehen wir ja davon aus, dass man im Alter klüger und weiser wird, aber das ist kein Automatismus, auch im Alter muss man sich wappnen davor, dass das Herz nicht mehr ungeteilt bei Gott ist, anderes dazwischen kommt. Bei David war es der Müßiggang, das bequeme Leben, das ihn zur Sünde verführte, bei Salomo waren es die Frauen, die ihn beeinflussten.Doch David wurde von Gottes Wort überführt, erkannte seine Sünde und es reute ihn bitterlich. Psalm 51 zeugt davon. Er wollte wieder in Gottes Nähe zurück. Doch bei Salomo war das eher schleichend. Sein Leben verführte ihn dazu, dass Gottes Wort immer weniger Beachtung fand. Nicht vorsätzlich vermutlich, aber er war nicht vorsichtig.
Mein Leben, mein HerzGott ist es ernst mit uns, seine Liebe ist leidenschaftlich und stark und er wünscht sich ein ungeteiltes, aufmerksames, hörendes Herz, dass auch wir ihn lieben mit ganzem Herzen, dass das Innerste unseres Wesens von Gottes Liebe zu uns und von unserer Liebe zu ihm geprägt ist. Wer jemanden wahrhaftig liebt, der interessiert sich dafür, was der andere sich wünscht, wie er sich etwas vorstellt oder sich etwas gedacht hat und genauso soll es bei uns sein mit Gott. Und genau ein solches Herz hatte Salomo haben wollen und es auch bekommen. Und wir sollten uns heute kritisch – mit Verstand – auf Herz (ohne Nieren) prüfen und fragen, wie es um unser Innerstes bestellt ist. Was ist der Mittelpunkt in unserem Leben, was ist uns das Allerwichtigste, um wen kreisen unsere Gedanken? Und wir sollten uns auch fragen, wer oder was unser Herz von Gott weglenken will. Es muss ja nicht ein ganzer Harem voller Frauen sein, aber uns wird im Neuen Testament z.B. nahegelegt, uns gut zu überlegen, wen wir heiraten. Jemanden, mit dem ich das Wichtigste in meinem Leben nicht teilen kann, das ist immer mit großen Schwierigkeiten verbunden. Oder dass wir unseren Freundeskreis überprüfen, gerade als Teenies prägen die Freunde einen doch sehr. D.h. nicht, dass wir jetzt ausschließlich in unserer christlichen Blase hocken und nur christliche Freunde haben sollen – im Gegenteil, wir sollen ja in die Welt hinein mit unserer Botschaft. Aber es gibt Freunde und Cliquen, auch Hobbies, die uns vielleicht ganz unbemerkt nach und nach von Gott wegdrängen, wo Gott keinen Platz hat, wo mein Glaube vielleicht stört oder verlacht wird, sodass ich Abstriche mache, beschwichtige, versuche zu zeigen, dass ich mich anpassen kann. Ist das ein guter Einfluss? Wird es dazu beitragen, dass mein Herz ungeteilt bei Gott bleibt, oder wird es mich vielleicht ganz langsam von Gott wegziehen? Wie ist das mit meiner Zeit, mit meiner freien Zeit hat Gott da Platz? Kann man meinem Leben ansehen, dass Gott für mich an erster Stelle steht, dass er wichtig ist, dass mein Herz ihm gehört und ich ihm dienen will vor allem anderen?
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches aller zufallen.
Matthäus 6: 33
Trachten wir nach Gottes Reich in unserem Alltag? Man hört das so oft, alles ist viel oder zu viel usw. aber wie viel von dem viel oder zu viel betrifft Gott und wie viel ist vielleicht mein Anspruch auf Freizeit?Vielleicht muss ich manchmal auf etwas verzichten, auch wenn es weh tut, um Gott mit ungeteiltem Herzen dienen zu können. Echte Nachfolger sind wie Fußballprofis. Das Leben gehört dem Fußball, alles wird dem untergeordnet, alles, was der Fitness schadet, wird vermieden. Regelmäßiges Training ist unvermeidlich, wenn die Muskeln funktionieren sollen, ja, es wird sogar hart trainiert, um besser zu werden. Vor einem großen Spiel verzichtet man darauf, sich abends die Kante zu geben, um am nächsten Morgen fit zu sein.Leben wir so konsequentes Christsein? Planen wir unseren Alltag so, dass Zeit für Gott da ist, Zeit, zu hören und unser Herz, unseren Verstand und unseren Willen und unsere Entscheidungen von ihm her infrage stellen zu lassen und zu prägen? Planen wir unsere Ausflüge während des Gottesdienstes oder haben wir Samstagabend so lange und spät Programm, dass wir sonntags ausschlafen müssen? Schaut man abends doch noch länger fern und schafft es nicht, früher aufzustehen, um den Tag mit Gott zu beginnen? Puh, der ein oder andere fängt jetzt sicher an, unruhig auf der ohnehin nicht ganz so bequemen Kirchenbank umher zu rutschen oder sich das ganze fernzuhalten und zu denken: „Das ist doch alles sehr gesetzlich.“ Ja, es darf nicht in eine gesetzliche Richtung abrutschen, aber es muss auch einmal gesagt werden, denn ohne Training, ohne Regelmäßigkeit, ohne auch Verzicht gibt es keine echte Nachfolge. Und das ist in unserer heutigen Zeit anstößig. Denn heute muss einem ja alles guttun. Aber es muss genau gesagt werden, sonst werden wir eine Gemeinde wie Laodizea, mit der Gott sehr hart ins Gericht geht. Gott will keine halblebigen Gemeinden und keine halblebigen Nachfolger.
Gott möchte Menschen mit dem sehnlichen Wunsch nach einem hörenden Herzen, das macht ihn glücklich!
Darüber freut er sich wirklich. Ist das nicht richtig schön zu wissen, dass ein solcher Wunsch bei Gott Freude auslöst? Wir höchstpersönlich können bei Gott Freude auslösen, dass er sich über uns freut. Das ist etwas so wunderbares. Machen wir ihm doch die Freude und bitten ihn um ein hörendes Herz, um den neuen Menschen, um seinen Heiligen Geist, dass wir nach Gottes Willen fragen, und zwar nicht in den leeren Raum hinein, sondern in seinem Wort nach der Antwort suchen und forschen, im Gespräch mit anderen Christen darüber diskutieren, prüfen, uns gegenseitig dazu ermuntern, sich regelmäßig zum gemeinsamen Bibellesen regelmäßig zu treffen. Und auch die wöchentlichen Versammlungen der Gemeinde im Sonntagsgottesdienst nicht zu verlassen – das ist eine Anweisung Gottes aus seinem Wort, die ihm wichtig war von Anfang an, darauf liegt eine Verheißung und es ist wichtig für uns als Gemeinde, damit ihm die Ehre gegeben wird, dass wir sonntags auf uns aufmerksam machen, indem wir alle zum Gottesdienst gehen.Das ist wichtig nicht nur für uns, sondern das würde auffallen, wenn jeder Christ in Hülben sonntags in den Gottesdienst ginge, denn das wären einige. Hören – gehorchen – verkündigen. Das wäre schonmal ein krasses Signal – kommt dazu, seid dabei!Dass wir auf sein Wort hören und ihm in Gebet und Liedern antworten. Nicht nur mit eigenen Worten, sondern auch mit Worten unserer Väter in den alten Gesangbuchliedern und in den neuen Liedern mit Worten junger Menschen.
Das wöchentliche Training einer echten Mannschaft in Hülben, die aufeinander eingespielt ist, weil sie sich wöchentlich zum Training trifft, die zu Gottes Ehre spielt, ihr Bestes gibt und die den Sieg einfahren möchte am Ende, denen die Lampen nicht ausgehen, sondern die trainiert haben und fit sind für den geistlichen Kampf, bis wir einmal alle ankommen am Ziel, weil das Herz gehört und gehorcht hat.Amen.

