„Das ist nicht langweilig! – das ist eine der interessantesten Anhörungen, wenn nicht die interessanteste Anhörung im Kongress [in Washington DC], die es jemals gab.“[i] – so Kommentator Matt Walsh am 27. Juli 2023. Das Thema der Anhörungen in Washington DC waren Zeugenaussagen von Kampfpiloten über UFO-Sichtungen. Während manche Kommentatoren die Anhörungen offensichtlich als langweilig und unwichtig abtun, gibt es andere, die den Anhörungen sehr interessiert folgen. Ist dieses Interesse an Besuchen von Außerirdischen auf der Erde eine moderne Erscheinung oder gibt es dieses schon länger?
Die ersten bekannten schriftlichen Ausarbeitungen zu Leben auf anderen Welten wurden von Giordano Bruno (1548–1600)[ii] verfasst. Er lebte zu Beginn der Zeit, in der das geozentrische Weltbild[iii] durch das heliozentrische Weltbild[iv] abgelöst wurde. G Bruno ging über diese, damals noch ohne Belege formulierten, Gedanken hinaus, in dem er sagte, das Universum habe keinen Mittelpunkt. Er ging von Leben außerhalb der Erde aus, da er jeden Stern als eine eigene Welt betrachtete, auf der es Leben gäbe. Erst mit Galileo Galileis Beobachtungen der Jupitermonde 1610 gab es erste Belege für das heliozentrische Weltbild[v].
Diese Vorstellungen und Beobachtungen waren der Grund für die Verbreitung der Idee, dass es im Weltall Leben geben müsse. Dabei spielte auch Science-Fiction Literatur eine wichtige Rolle. Schon Johannes Keplers Somnium – der Traum vom Mond[vi] (1634) schrieb über eine Reise zum Mond und dessen Bewohnern, lange bevor Raumfahrt technisch möglich war. Auch Voltaire (1694 – 1778) schrieb in Micromégas[vii] (1752) über eine Reise des Außerirdischen Micromegas vom Stern Sirius zur Erde. Etwa einhundert Jahre später war der Glaube in eine Vielzahl von Welten weit verbreitet. 1835 z.B. veröffentlichte The Sun (Zeitung in New York) eine sechsteilige Serie über eine Mondzivilisation, deren kunstvollen Zeichnungen von fliegenden Mondbewohnern von vielen Menschen nicht als Fiktion (Erfindung) erkannt wurde und ihren Glauben in Außerirdische bestätigte[viii].

Etwa zur gleichen Zeit gab es erste Schritte um bewegte Bilder zu projizieren und Radioübertragungen wurden etwas später möglich. Diese neuen Medien trugen viel zur Verbreitung von Science-Fiction bei. Die bekanntesten Veröffentlichungen aus dieser Zeit sind sicher das Buch (1898) und Hörspiel (1938) „Krieg der Welten“ von Orson Welles und der Film „Der Tag an dem die Erde stillstand“ (1951). Die neuen Medien trugen auch deshalb so viel zum Glauben an außerirdisches Leben bei, da um die Jahrhundertwende (1900) Astronomen angeblich Kanäle und Vegetation auf dem Mars entdeckten[ix]. Weitere Nahrung erhielt der Glaube an Außerirdische durch Berichte im Roswell Daily Record im Jahr 1947 über die Sicherstellung von Bruchstücken einer „fliegenden Untertasse“ auf der Farm eines ansässigen Farmers, die dieser Wochen zuvor gefunden hätte. Sprecher der Air Force erklärten sofort im Anschluss an die Veröffentlichung, dass ein Wetterballon sichergestellt wurde und kein außerirdisches Raumschiff und die Geschichte wurde bald fast vergessen. Doch hatten andere Medien schon über die „fliegende Untertasse“ berichtet und bald schon berichteten viele andere Piloten von UFO-Sichtungen. Und obwohl die Air Force bis Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts mehrere Untersuchungen veranlasste, die alle keine Außerirdischen Besucher bestätigen konnte, verlor der Glaube an Außerirdische nicht an Kraft. Das Vertrauen in Regierungsbehörden war durch die Kommunikation zum Vietnamkrieg (1955-1975) und den Watergate Skandal (1972-74) beschädigt und die Ergebnisse der Untersuchungen wurden von Vielen angezweifelt. Und so kam es, dass der Vorfall von Roswell aus dem Jahr 1947 wieder entdeckt und in Zweifel gezogen wurde. Diese anhaltenden Zweifel an der Aufrichtigkeit von Regierungsbehörden sind letzten Endes auch die Ursache für die Anhörungen zu UFO-Sichtungen vor dem US-Kongress im Juli 2023 um die Frage zu klären, ob wir auf der Erde von Außerirdischen besucht werden[x].
Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.
2 Timotheus 3: 16-17
Das Wort Gottes enthält die Antwort auf viele Fragen (2 Timotheus 3:14-17), doch gibt es keine direkte Antwort auf die Frage nach der Existenz von Außerirdischen. Aber es gibt Antworten auf die Frage nach der menschlichen Existenz und daher auch implizit eine Antwort auf die Frage nach intelligentem, außerirdischem Leben.

Auf die Frage nach der Entstehung des Lebens gibt es mehrere mögliche Antworten: Eine davon sagt, dass das Leben schon immer (also ewig existiert hat). Jedoch zeigt der Zweite Thermodynamische Hauptsatz[xi], dass Energie mit der Zeit immer weniger nutzbar wird, d.h. sie kann nicht mehr für irgendwelche energetischen Prozesse genutzt werden. Würde das Leben, und damit das Universum ewig existieren, wäre inzwischen alle Energie nicht mehr nutzbar. Da aber das Leben nutzbare Energie benötigt, ist dies ein Beleg dafür, dass das Universum nicht ewig ist. So bleiben noch zwei Antworten auf die Frage, woher das Leben kommt: Entweder das Leben hat sich aus toter Materie entwickelt (A-Biogenese) oder es wurde von Gott, dem Schöpfer geschaffen. Dies gilt nicht nur für unsere Erde, sondern auch für mögliches außerirdisches, intelligentes Leben.
Schauen wir uns die erste Antwort an: Leben hat sich spontan aus toter Materie entwickelt. Louis Pasteur (1822-1895) fasste in einem Vortrag vor der Chemischen Gesellschaft zu Paris die Ergebnisse seiner Versuche und Beobachtungen zu dieser Frage zusammen[xii] und kam zu dem Schluss, dass Leben nicht aus toter Materie entstehen kann („Die Spontanerzeugung ist ein Hirngespinst“). Diese Ergebnisse sind als das Gesetz der Biogenese („Leben entsteht nur durch Leben“) bekannt. Alle bisherigen Beobachtungen bestätigen dieses Gesetz und es kann ausgeschlossen werden, dass dies an irgendeinem Punkt in der Vergangenheit anders war. Leben kommt nur von Leben.
Gott, der Schöpfer ist lebendig. Daher ist es sehr plausibel, dass er das Leben auf dieser Erde geschaffen hat. Dies wird in Gottes Wort der Bibel auch bestätigt:
„Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat – er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat – er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr.“
Jesaja 45:18
Alle bisher entdeckten Planetensysteme halten dem Wort Gottes stand: Von allen bisher 5000+ gefunden Planeten ist auf keinem Leben möglich[xiii], sind sogar lebensfeindlich. Gott schuf die Erde so, damit Leben auf ihr möglich ist. Nichts in diesem Vers deutet darauf hin, dass es irgendwo im Universum einen Ort gibt, auf dem Leben möglich ist.
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[i] https://www.youtube.com/watch?v=V5O4ymvEbvM [7:05]
[ii] Giordano Bruno wurde 1600 von der Inquisition in Rom hingerichtet, da er die Dreieinigkeit Gottes, die Gottheit von Jesus, die Jungfrauengeburt und die Auferstehung von Jesus leugnete.
[iii] Erde im Mittelpunkt des Universums
[iv] Sonne im Mittelpunkt des Universums
[v] G. Galileis heliozentrisches Weltbild stand der Jahrhunderte alten geozentrischen Lehre entgegen. Geozentrische Kosmologie (Lehre von der Welt/ des Universums) entspringt nicht dem Wort Gottes, der Bibel. Diese Lehre wurde von Aristoteles (384-322 n.Chr.) ausgearbeitet und erhielt durch Berechnungen von Claudius Ptolemäus (100-160 n.Chr.) seine Legitimation. Galilei wurde angeklagt, nicht weil er sich gegen Gottes Wort stellte, sondern weil er einer jahrhundertealten, griechischen Lehre widersprach, die in den Bibliotheken und Universitäten der Kirche bewahrt und unterrichtet wurde.
[vi] Erhältlich in der englischen Übersetzung bei CreateSpace Independent Publishing (2017)
[vii] Erhältlich in der englischen Übersetzung bei CreateSpace Independent Publishing (2016)
[viii] https://de.wikipedia.org/wiki/Great_Moon_Hoax
[ix] Percival Lowell – Erst 1965 zeigte Mariner 4, dass der Mars von Kratern übersät ist und eher dem Mond gleicht als der Erde. Kanäle wurden durch die Bilder von Mariner 4 widerlegt.
[x] Es ist physikalisch ausgeschlossen, dass Raumschiffe Lichtgeschwindigkeit erreichen, da selbst für die Beschleunigung eines Elektrons (geringe Masse, winzig klein) nicht genügend Energie im Universum vorhanden ist. „Rein mathematisch gesehen verbietet […] der Lorentz-Faktor das Reisen mit Lichtgeschwindigkeit oder [höher] für alle Körper, die eine Masse haben. Es existiert nicht genug Energie im gesamten Universum, um auch nur ein einziges Elektron auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen. Man kann es zwar nahe heranbringen, das passiert z.B. in großen Teilchenbeschleunigern, aber Lichtgeschwindigkeit selbst ist so nicht erreichbar. Da Licht nur aus Energie besteht, darf es sich aber (logischerweise…) mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen.“ https://www.meetnlearn.de/schnellefragen/1926-warum-ist-es-nicht-moglich-schneller-als-das-licht-zu-reisen
[xi] Ein Naturgesetz – es kann also nicht gebrochen werden.
[xii] Louis Pasteur: Mémoire sur les corpuscules organisés qui existent dans l’atmosphère. Examen de la doctrine des générations spontanées. In: Pasteur Vallery-Radot (Hrsg.): Œuvres de Pasteur. Band 2: Fermentations et générations dites spontanées. Masson, Paris 1922, 210–294.
[xiii] https://answersingenesis.org/astronomy/extrasolar-planets/5000-known-exoplanets-and-counting/





