„Glauben Sie an UFOs?“ – Nicht nur einmal habe ich diese Frage von Jugendlichen gestellt bekommen. Meistens, nachdem diese auf ein Video in den Sozialen Medien gestoßen sind oder wie kürzlich, als das Pentagon Dokumente zu UFO-Sichtungen dem Kongress in Washington übergab[i]. Meist sind die Jugendlichen überrascht, wenn ich antworte, dass ich an UFOs glaube – was kurz darauf der Enttäuschung weicht, wenn ich diesen „Glauben an UFOs“ erkläre.
Zuerst muss geklärt werden, was UFO bedeutet: UFO ist die Abkürzung für Unidentifiziertes fliegendes Objekt – und davon gibt es viele, das kann man nicht leugnen. Doch nur weil ein fliegendes Objekt nicht identifiziert wurde, heißt das noch nicht, dass es auch von intelligenten Wesen aus einer entfernten Region des Weltraums zur Erde gesteuert wurde[ii]. Die meisten UFO-Sichtungen können nach kurzer Zeit erklärt werden[iii] und aus einem UFO wird ein IFO: ein Identifiziertes fliegendes Objekt. Es gibt wenige Beobachtungen, für die es momentan keine Erklärung gibt, was aber nicht bedeutet, dass diese Objekte von Besuchern aus dem Weltraum zur Erde gesteuert wurden. Es bedeutet einfach, dass es noch keine Erklärung gibt.
Dem Glauben, dass es Leben außerhalb der Erde gibt, liegt eine evolutionistische Weltsicht zugrunde: Das Universum und das Leben darin haben sich nach dieser Weltsicht in kleinen Schritten über viele Milliarden von Jahren hin zum heutigen Stand entwickelt. Und in dieser Weltsicht macht es sogar Sinn, dass es irgendwo im Universum (intelligentes) Leben gibt. Nimmt man jedoch Gottes Wort zur Grundlage, stellt man fest, dass das Universum nur wenige tausend Jahre alt ist und es Leben nur auf unserer Erde gibt. Gleich im ersten Kapitel der Bibel lesen wir, dass Gott die Himmel und die Erde schuf (1 Mose 1:1). Am vierten Tag schuf er die Sonne und den Mond für die Erde und „dazu auch die Sterne“ (1 Mose 1:16).

Gott zeigt uns in diesem Text, dass die Erde ganz besonders, das Zentrum des Schöpfungshandelns Gottes ist. Alles was er schuf, erschuf er mit dem Ziel die Erde als eine perfekte Heimat für den Menschen auszustatten. Alles sollte dem Menschen dienen. Alle Himmelsobjekte schuf er als „Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels“ (1 Mose 1:14-15). In Psalm 115:16 wird dies ganz besonders betont: „Der Himmel ist der Himmel des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.“
Jesaja 66:1 zeigt dann auch, dass Gott der Erde eine ganz besondere Bedeutung zuweist: „Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße!“ – Gottes Gedanken drehen sich allein um die Erde und seine Menschen, die darauf wohnen.
Diese Verse deuten klar darauf hin, dass die Erde im Vergleich zu anderen geschaffenen Objekten im Universum etwas ganz Besonderes ist und dass es allein auf der Erde Leben gibt. Und auch nach Jahrzehnten der Weltraumforschung gibt es keine Beobachtungen, die dem widersprechen[iv].
Dazu gibt es eine gewichtige theologische Begründung, die intelligentes Leben im Weltraum ausschließt. In Römer 8:22 lesen wir, „dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt.“ Als Adam sündigte hatte dies nicht nur Auswirkungen auf die Erde, sondern auf das ganze Universum und eines Tages wird „der Himmel […] zusammengerollt werden wie eine Buchrolle“ (Jesaja 34:4). Alles was wir kennen wird nicht mehr sein und es gibt „einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen.“

Und das wäre ein Problem für intelligente Wesen in anderen Regionen des Universums, denn sie wären vom Sündenfall ohne ihr Zutun durch Adams Sünde betroffen (Römer 8:22). Da der Sünde Sold der Tod ist (Römer 6:23) würde auch ihr Planet[v] eines Tages zerstört und sie müssten sterben (1 Korinther 15:22) – ohne die Möglichkeit auf Erlösung, denn diese Segnung ist nur den Nachkommen von Adam versprochen:
„Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel.“
1 Korinther 15:45-47

Jesus ist der von Gott versprochene „letzte Adam“, der die Schuld von Adam und allen dessen Nachfahren trug. Adam war der erste Mensch der menschlichen Rasse und Jesus der letzte Adam der perfekte Sohn Gottes, der durch seine Sündlosigkeit unsere Schuld auf sich nehmen und an unserer Stelle sterben konnte. Es kann keinen anderen Retter als Jesus geben. Würde Jesus seine menschliche Erscheinung gegen eine andere Erscheinung austauschen, hätten wir keinen Retter. Theologisch macht es keinen Sinn, dass es intelligente, außerirdische Wesen gibt, die aufgrund von Adams Sünde leiden müssen (Römer 8:22) aber keine Möglichkeit der Erlösung haben.
Die Frage nach UFOs gibt Christen auch immer eine gute Möglichkeit auf die Trennung der Menschheit von Gott hinzuweisen und aufzuzeigen, dass genau deshalb Gott Mensch werden musste um für unsere Schuld zu sterben damit wir wieder Gemeinschaft mit Gott haben können.
„Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.“
Korinther 15:21-22
[i] https://abcnews.go.com/Politics/pentagons-ufo-tracking-efforts-focus-senate-hearing/story?id=98691663
[ii] Es gibt gute physikalische, chemische und biologische Gründe, warum dies nicht plausibel ist.
[iii] Clifford Wilson: Crash Go the Chariots. San Diego: Master Books, 1977
[iv] “Do aliens exist? This is a really interesting question and one that NASA has been trying to understand, explore, and figure out for a long time. We have not yet discovered life on any other planet, and we have not seen any scientifically supported evidence for extraterrestrial life.” – http://www.nasa.gov/feature/do-aliens-exist-we-asked-a-nasa-scientist-episode-5
[v] Gehen wir einmal davon aus, dass diese Wesen auf einem Planeten leben.


